Altdorfer Musketiere


Die Musketiere

Der "Musketier" des dreißigjährigen Krieges hat nichts mit dem allseits bekannten Romanfiguren von Dumas "Die drei Musketiere" zu tun. Er war Anfang des 17. Jahrhunderts neben den Pikenieren (bewaffnet mit einem etwa 6 m langem Holzspieß) ein Teil der Fußsoldaten (schießende Einheit). Die Ausrüstung bestand aus einer Handbüchse mit Luntenschloss (Muskete), einer Seitenwaffe (Degen) und häufig auch einem Dolch. Die Musketiere waren Soldaten, die hervorragend an der Handfeuerwaffe (Muskete) geschult wurden, da der Ladevorgang viele Handgriffe bis zum eigentlichen Schuss erforderte und man mit explosiven Schwarzpulver hantierte. Die Länge der Muskete betrug ca. 140 cm, das Gewicht bis ca 7 kg. Die runde Bleikugel wog etwa 40 Gramm und die Pulverladung für einen Schuss um die 23 Gramm. Überhaupt brachte es der durchschnittliche Musketier gerade mal auf 6-8 Schuss in der Stunde bzw. wurde berichtet, dass während einer ganzen Schlacht keine 12 Schüsse abgegeben wurden.


Die Marketenderinnen

In der Historie gehörten bereits früh sowohl männliche als auch weibliche Marketender selbstverständlich zum Tross der antiken, spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Heere. Fast jedes Fähnlein der Landsknechte hatte im Mittelalter einen eigenen Marketender, der die Soldaten als Händler mit Lebensmitteln versorgte. Frauen kombinierten diesen Beruf häufig mit Prostitution. Während des Dreißigjährigen Krieges versorgten sich die Heere vermehrt durch Plünderungen, was die Marketender oftmals überflüssig machte. Ungeachtet dessen gab es diesen Beruf auch in späterer Zeit, so z. B. unter Napoleon während des Russlandfeldzugs 1812 bis zum Ersten Weltkrieg 1914–1918.

Quelle: Wikipedia


Die Flintenweiber

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